Schwimmen lernen, sichere Straßen, starke Betriebe, verlässliche Betreuung und gute Pflege: Am vierten Tag ihrer gemeinsamen Sommertour waren der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze sowie die Landtagsabgeordneten Christian Dahm und Christian Obrok in Herford und Vlotho unterwegs. In Herford wurde die Gruppe von Landtagskandidatin Eva Hellmann und weiteren Parteifreunden begleitet. Die Stationen zeigten auf unterschiedliche Weise, was den Alltag vor Ort trägt und wie wichtig funktionierende Strukturen, engagierte Menschen und verlässliche politische Rahmenbedingungen dafür sind.

Den Auftakt machte das H2O in Herford. Dort informierten sich die Teilnehmenden über das Projekt „Schwimmen lernen, oben bleiben“. Nach der Corona-Pandemie waren die Wartelisten für Schwimmkurse teilweise auf mehrere Jahre angewachsen. Durch die Zusammenarbeit von Stadt Herford, Kreissportbund, Schwimmvereinen, DLRG, Schulen, Kitas und weiteren Partnern konnten zusätzliche Angebote geschaffen und die Wartezeiten deutlich reduziert werden. Das Besondere: Das Projekt richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und 2 verfolgt ein klares Ziel - Kinder sollen nicht nur ein Abzeichen erwerben, sondern sich sicher im Wasser bewegen können. „Schwimmen zu können ist keine Nebensache, sondern eine wichtige Fähigkeit, die im Ernstfall Leben retten kann. Deshalb darf es nicht davon abhängen, wo ein Kind aufwächst oder welche Möglichkeiten seine Familie hat“, betont Landtagsabgeordneter Dahm. „Das Herforder Projekt zeigt, was möglich ist, wenn viele Beteiligte gemeinsam Verantwortung übernehmen“, ergänzt Landtagskandidatin Hellmann.

Dass eine starke Region auch von ihren kleineren und spezialisierten Unternehmen lebt, zeigte der anschließende Besuch bei Pro Layout. Mit rund 15 Beschäftigten fertigt das Unternehmen Leiterplatten, Muster und Kleinserien unter anderem für den Maschinenbau und die Schiffstechnik. Beim Rundgang wurde deutlich, wie viel Präzision, Fachwissen und Fertigungstiefe auch in kleineren Betrieben der Region stecken.

Zum Abschluss der Herforder Etappe ging es zur Autobahnmeisterei. Im Zuständigkeitsbereich der Beschäftigten liegen insgesamt rund 75 Betriebskilometer auf A2 und A30. Neben Fahrbahnkontrolle, Grünpflege, Baustellenabsicherung und Winterdienst stellt vor allem die hohe Verkehrsbelastung die Mitarbeitenden vor große Herausforderungen. Rund 100.000 Fahrzeuge passieren täglich die A2 in der Region. „Die Autobahnen sind zentrale Lebensadern unserer Region. Damit sie sicher und leistungsfähig bleiben, braucht es Menschen, die sich jeden Tag um Fahrbahnen, Baustellen und Winterdienst kümmern“, erklärt Bundestagsabgeordneter Schwartze. „Der Besuch zeigt sehr konkret, welche Verantwortung hinter einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur steckt.“

Am Nachmittag führte die Sommertour die Abgeordneten weiter nach Vlotho. Begleitet wurden sie vom Bürgermeister in Vlotho Rocco Wilken. Dort rückten vor allem Einrichtungen in den Mittelpunkt, auf die Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen angewiesen sind. Erste Station war die neue Rettungswache, deren Fertigstellung kurz bevorsteht. Trotz verschiedener Herausforderungen während der Bauphase ist der Einzug nun in greifbarer Nähe. Künftig stehen dort Platz für zwei Rettungsfahrzeuge sowie deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte zur Verfügung. „Eine leistungsfähige Kommune muss sich darauf verlassen können, dass Rettungsdienst und andere zentrale Einrichtungen gut ausgestattet sind. Die neue Wache verbessert nicht nur die 3 Bedingungen für die Einsatzkräfte, sondern stärkt ganz konkret die Daseinsvorsorge in Vlotho“, betont Dahm.

Nur wenig später besuchten Schwartze, Dahm und Obrok den Neubau der DRK-Kita „Blumenhaus“. Erst in diesem Monat wurde der Betrieb dort aufgenommen. Die Einrichtung bietet Platz für sechs Gruppen mit insgesamt rund 100 Kindern. Neben modernen Räumlichkeiten und frisch zubereitetem Essen stand im Gespräch auch eine ganz praktische Herausforderung im Mittelpunkt: bürokratische Vorgaben, durch die eine in der Praxis zusammengehörende Einrichtung teilweise wie zwei getrennte Kitas behandelt wird.

Wie wichtig verlässliche soziale Infrastruktur in allen Lebensphasen ist, zeigte sich anschließend im Simeonsstift in Vlotho-Valdorf. In dem Alten- und Pflegeheim leben 93 Menschen verschiedener Pflegegrade in neun Wohngruppen. Eine über ein LEADER-Förderprogramm entstandene Terrasse und weitere gemeinschaftlich nutzbare Bereiche schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung und Austausch. „Ob am Anfang oder im späteren Verlauf des Lebens: Menschen brauchen Einrichtungen, auf die sie sich verlassen können. Gute Betreuung und gute Pflege brauchen deshalb vor allem verlässliche Rahmenbedingungen und Beschäftigte, die genügend Zeit für die Menschen haben“, erklärt Landtagsabgeordneter Obrok.

Den Abschluss des Tourtages bildete das Zusammenkommen am Vlothoer Hafen. Bei Bratwurst und Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern von Widuland bot sich noch einmal Gelegenheit für Austausch in entspannter Atmosphäre. „Vom Schwimmenlernen über sichere Straßen und starke Betriebe bis hin zu Rettungsdienst, Kita und Pflege: Der heutige Tag hat gezeigt, wie viele unterschiedliche Bereiche unseren Alltag vor Ort tragen. Dahinter stehen überall Menschen, die Verantwortung übernehmen. Ihnen zuzuhören und ihre Erfahrungen in unsere politische Arbeit mitzunehmen, ist genau der Sinn unserer Sommertour“, ziehen Schwartze, Dahm und Obrok gemeinsam Bilanz.