Transparenz
Transparenz ist für mich kein Schlagwort, sondern eine Frage des Vertrauens.
Viele fragen sich: Was verdient ein Bundestagsabgeordneter eigentlich? Und wie läuft das genau?
Ich finde, das gehört offen auf den Tisch. Deshalb veröffentliche ich hier meine Einkünfte und die Rahmenbedingungen meiner Arbeit im Deutschen Bundestag.
Monatliche Abgeordnetenentschädigung
Was verdienen Bundestagsabgeordnete?
Abgeordnete erhalten keine klassische „Bezahlung“ wie Arbeitnehmer oder Beamte, sondern eine sogenannte Abgeordnetenentschädigung. Dahinter steckt der Gedanke, dass jeder – unabhängig von seiner Lebenssituation – ein Mandat im Bundestag ausüben können soll.
Seit dem 1. Juli 2025 beträgt diese Entschädigung 11.833,47 Euro im Monat. Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld gibt es nicht. Die Entschädigung ist vollständig einkommensteuerpflichtig.
Aufwandsentschädigung als Patientenbeauftragter der Bundesregierung
Was verdiene ich als Patientenbeauftragter der Bundesregierung?
Ähnlich wie bei der Abgeordnetenentschädigung erhalte ich für meine Tätigkeit als Patientenbeauftragter der Bundesregierung eine Aufwandsentschädigung. Diese beläuft sich aktuell auf 43.000 Euro brutto jährlich.
Lobby-Termine
Der Begriff „Lobby“ wird oft kritisch gesehen. Ich verstehe ihn zunächst ganz grundsätzlich als Interessenvertretung.
Das kann ein Verein sein, ein Unternehmen, eine Initiative oder engagierte Menschen mit einem bestimmten Anliegen.
In meiner Arbeit als Bundestagsabgeordneter treffe ich regelmäßig solche Akteurinnen und Akteure – sowohl in Berlin als auch im Kreis Herford und in Bad Oeynhausen.
Ostwestfälisch gesagt: Ich höre mir das alles an – entscheide aber selbst.
Weitere Aspekte des Bundestagsmandats
sowie des Patientenbeauftragten der Bundesregierung
Kranken- und Pflegeversicherung; Beihilfe
Wie sind Abgeordnete krankenversichert?
Abgeordnete können zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Beihilfe nach beamtenähnlichen Regelungen oder ein Zuschuss zu ihrer Kranken- und Pflegeversicherung Entscheiden sie sich für den Zuschuss, übernimmt der Bundestag die Hälfte der Beiträge. Etwas mehr als die Hälfte der Abgeordneten nutzt diese Variante – entweder in der gesetzlichen oder in der privaten Krankenversicherung.
Amtsausstattung
Welche Unterstützung bekommen Abgeordnete für ihre Arbeit?
Für die Ausübung des Mandats stellt der Bundestag eine sogenannte Amtsausstattung zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Mittel für Büros, Mitarbeiter und Reisen. Ein Teil davon ist die steuerfreie Aufwandspauschale. Sie liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 5.467,27 Euro monatlich. Damit werden typische Ausgaben gedeckt – etwa für das Wahlkreisbüro, Fahrten im Wahlkreis oder Termine vor Ort. Zusätzlich gibt es ein Büro in Berlin (derzeit etwa 54 Quadratmeter), ausgestattet mit Möbeln und Technik. Auch Dienstfahrzeuge im Berliner Stadtgebiet können genutzt werden. Für Reisen stehen eine Bahnnetzkarte sowie Erstattungen für notwendige Inlandsflüge zur Verfügung. (Stand: Januar 2026)
Personalausstattung
Haben Abgeordnete Mitarbeiter?
Ja. Die Arbeit im Bundestag ist allein nicht zu schaffen. Deshalb steht jedem Abgeordneten ein Budget für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Aktuell (Stand: 1. April 2025) sind das 26.650 Euro im Monat. Dieses Geld wird nicht direkt ausgezahlt, sondern von der Bundestagsverwaltung verwendet, um Gehälter zu bezahlen. Wichtig: Enge Angehörige – etwa Ehepartner oder Verwandte – dürfen nicht aus diesen Mitteln beschäftigt werden.
Altersentschädigung
Wie funktioniert die Altersversorgung für Abgeordnete?
Während ihrer Zeit im Bundestag zahlen Abgeordnete nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Deshalb gibt es eine eigene Altersentschädigung. Nach einem Jahr im Bundestag entsteht erstmals ein Anspruch. Für jedes weitere Jahr steigt dieser um 2,5 Prozent der Abgeordnetenentschädigung – bis zu einem Maximum von 65 Prozent nach 26 Jahren. Das Eintrittsalter liegt – wie in der gesetzlichen Rentenversicherung – bei 67 Jahren.
Übergangsgeld
Was passiert nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag?
Das Übergangsgeld soll den Übergang zurück ins Berufsleben erleichtern. Für jedes Jahr im Bundestag wird ein Monat Übergangsgeld gezahlt – in Höhe der aktuellen Abgeordnetenentschädigung. Nach einer Wahlperiode entspricht das in der Regel vier Monaten, maximal sind 18 Monate möglich. Ab dem zweiten Monat werden andere Einkünfte angerechnet.
Kostenpauschale
Wofür ist die Kostenpauschale da?
Die Kostenpauschale deckt laufende Ausgaben ab, die durch das Mandat entstehen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Betrieb eines Wahlkreisbüros
- Fahrten im Wahlkreis
- Betreuung von Terminen
- Zweitwohnung in Berlin
Aktuell beträgt die Pauschale 5.467,27 Euro im Monat und wird regelmäßig angepasst.
Weitere Kosten können nicht zusätzlich steuerlich geltend gemacht werden. Die Pauschale sorgt dafür, dass die Abrechnung einfach bleibt und alle Abgeordneten gleich behandelt werden.
Büroausstattung
Welche Ausstattung steht Abgeordneten zur Verfügung?
Für die Arbeit im Bundestag werden Büros und technische Ausstattung bereitgestellt – sowohl in Berlin als auch für die Arbeit im Wahlkreis.
Zusätzlich gibt es ein jährliches Budget von bis zu 12.000 Euro für Arbeitsmittel, zum Beispiel:
- Büromaterial
- IT-Ausstattung
- Fachliteratur
- Kommunikationsgeräte
Auch Telefonkosten im Wahlkreis können daraus bezahlt werden.
Neu gewählte Abgeordnete erhalten im ersten Jahr zusätzlich 255,65 Euro. Wird das Mandat vorzeitig beendet, steht der Betrag nur anteilig zur Verfügung.
Dienstreisen
Wer bezahlt Dienstreisen von Abgeordneten?
Dienstreisen werden vom Bundestag übernommen – ähnlich wie bei Geschäftsreisen in anderen Berufen.
Fahrten im Wahlkreis gehören zur regulären Arbeit und werden aus der Kostenpauschale bezahlt.
Für Bahnfahrten gibt es eine Netzkarte. Andere Reisekosten – etwa für Flüge – werden im Einzelfall gegen Nachweis erstattet.
Überbrückungsgeld ('Sterbegeld')
Welche Unterstützung gibt es für Hinterbliebene?
Hinterbliebene von Abgeordneten erhalten ein Überbrückungsgeld. Es soll helfen, sich finanziell auf die neue Situation einzustellen.
In der Regel entspricht es einer monatlichen Abgeordnetenentschädigung. Bei längerer Mitgliedschaft (mehr als acht Jahre oder mehr als zwei Wahlperioden) erhöht sich der Betrag auf das Eineinhalbfache.
Ein früher enthaltener Anteil für Bestattungskosten wurde reduziert, nachdem das sogenannte Sterbegeld in der gesetzlichen Krankenversicherung weggefallen ist (Kürzung um 1.050 Euro).
Veröffentlichungspflichtige Angaben für die 21. Wahlperiode
Zuletzt ausgeübte Berufstätigkeit
- Industriemechaniker
01.12.1998 – 01.10.2009
Herbert Kannegiesser GmbH
Kannegiesserring 7, 32602 Vlotho
Frühere Tätigkeit in Gremien des öffentlichen Rechts
- Mitglied des Verwaltungsrates – Klinikum Herford
1999 – 2009
Klinikum Herford – Anstalt des öffentlichen Rechts
Schwarzenmoorstraße 70, 32049 Herford
Funktionen in Unternehmen
- gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH, Berlin
Mitglied des Beirates (von Amts wegen)
Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts
- Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP), Mainz
Mitglied der Gegenstandskatalogs-Kommission (von Amts wegen)
Funktionen in Vereinen, Verbänden und Stiftungen
- Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS), Berlin
Mitglied des Kuratoriums (von Amts wegen) - Diakonisches Werk im Kirchenkreis Vlotho e.V., Bad Oeynhausen
Mitglied des Verwaltungsrates - Elfriede-Eilers-Stiftung, Bielefeld
Mitglied des Beirates - Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Köln
Mitglied des Kuratoriums (von Amts wegen) - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Berlin
Mitglied des Kuratoriums (von Amts wegen) - Nationales Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE), Berlin
Mitglied der Steuerungsgruppe (von Amts wegen) - Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD), Berlin
Vorsitzender des Stiftungsrates (von Amts wegen) - Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), Berlin
Mitglied der Jury des vdek-Zukunftspreises (von Amts wegen) - Wittekindshof – Diakonische Stiftung für Menschen mit Behinderungen, Bad Oeynhausen
Mitglied des Kuratoriums
Mitgliedschaften
- IG Metall
- Freiwillige Feuerwehr
- Arbeiterwohlfahrt (AWO)
- Kinderschutzbund
- Förderverein des Technischen Hilfswerks (Vorsitzender)
- Verwaltungsrat des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Vlotho
- Arminia Bielefeld
- Gemeinsam in Valdorf e.V.
- Bürgerinitiative Widuland
- Johannes-Rau-Gesellschaft
Veröffentlichungspflichtige Angaben in der Funktion als Patientenbeauftragter der Bundesregierung seit 12. Januar 2022
1. Vorsitz/Beteiligung mit gesetzlicher Grundlage
| Thematik | Art der Beteiligung | Adresse/Sitz der Institution |
| Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) | Vorsitz im beratenden Beirat | Tempelhofer Weg 62, 12347 Berlin |
| Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) | Vorsitz des Stiftungsrates
|
(vorläufige Anschrift) Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland c/o Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten Bundesministerium für Gesundheit 11055 Berlin |
| Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) | Sitz im Kuratorium
|
Im Mediapark 8,50670 Köln |
| IQWiG | Antrag auf Beauftragung des Institutes beim GBA | Im Mediapark 8,50670 Köln |
| Beirat der Gesellschaft für Telematik (gematik)
|
Stimmberechtigtes Mitglied im Beirat der gematik
|
Friedrichstraße 136, 10117 Berlin |
| Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) | Sitz im Kuratorium | Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin |
2. Gremien und wiederkehrende Schirmherrschaften ohne gesetzliche Grundlage
| Thematik | Art der Beteiligung | Adresse/Sitz der Institution |
| Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) | Mitglied im Kuratorium | Alte Jakobstraße 81, 10179 Berlin |
| Nationales Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE) | Mitglied der Steuerungsgruppe | In den Dauen 6, 53117 Bonn |
| Gegenstandskatalogs-Kommission des Institutes für medizinische und
pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) |
Mitglied der Gegenstandskatalogs--Kommission
|
Fort Malakoff, Rheinstraße 4 F, 55116 Mainz |
| Der Initiative „Deutschland erkennt Sepsis“ des APS | Schirmherrschaft | APS: Alte Jakobstraße 81, 10179 Berlin |
| Weisse Liste | Schirmherrschaft | Carl-Bertelsmann-Straße 256 33311 Gütersloh |
| Allianz für
Gesundheitskompetenz |
Mitglied | / |
| Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“ der BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. | Schirmherrschaft | BAGSO e.V.: Noeggerathstraße 49, 53111 Bonn |
| Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland | Unterzeichner und Unterstützer | Koordinierungsstelle für Hospiz- u. Palliativversorgung in Deutschland: Aachener Str. 5, 10713 Berlin |
| Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz | Schirmherrschaft | Kooperationsprojekt der Universität Bielefeld und der Hertie School. Geschäftsstelle Dr. Lennert Griese Hertie School Friedrichstraße 180 10117 Berlin
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| Initiative InfoCure (vormals InfoQ) |
Schirmherrschaft | InfoCure ist unter dem Dach des Projekts „Trusted Health Ecosystems“ angesiedelt.
https://trusted-health-ecosystems.org/ueber-uns/
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| Aktionstag "Gemeinsam gegen Kinderkrebs" | Schirmherrschaft | BEN hilft! - Stark machen gegen DIPG e.V. Wernsbachstraße 38 57250 Netphen
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| "60 plus: Begegnung - Engagemend - Lernen - Leben" | Schirmherrschaft | AWO Kreisverband Herford e.V. Mary-Somerville-Boulevard 6 Gebäude F 32049 Herford |
3. Jurymitglied/ Teilnahme an Preisverleihungen
| Thematik | Art der Beteiligung | Adresse/Sitz der Institution |
| Verband der Ersatzkassen (vdek) Zukunftspreis | Jurymitglied | Askanischer Platz 1, 10963 Berlin |
| Lohfert-Preis der Christoph Lohfert Stiftung | Jurymitglied | Am Kaiserkai 19, 20457 Hamburg |
| Berliner Gesundheitspreis der AOK | Jurymitglied | Rosenthaler Str. 31, 10178 Berlin |