In Berlin
Wie mein Alltag im Bundestag aussieht
Mein Arbeitsplatz ist während der Sitzungswochen in Berlin – aber meine Themen kommen aus dem Kreis Herford und aus Bad Oeynhausen. Der Alltag im Deutschen Bundestag ist dicht getaktet. Es geht um Gesetze, Gespräche, Abstimmungen und viele Termine. Ein großer Teil meiner Arbeit findet in Ausschüssen statt – dort wird Politik konkret. Daneben führe ich Gespräche mit Verbänden, Fachleuten, Arbeitsgruppen sowie Bürgerinnen und Bürgern. Ich bekomme viele Mails, Briefe und Anrufe – oft mit ganz konkreten Anliegen. Ostwestfälisch gesagt: Es ist selten ruhig, und man muss dranbleiben, wenn man etwas bewegen will.




Was sind Sitzungswochen?
Der Bundestag arbeitet im Wechsel: Sitzungswochen in Berlin und Wochen im Wahlkreis. In den Sitzungswochen bin ich in Berlin. Dann stehen Plenarsitzungen, Ausschüsse, Arbeitsgruppen und viele Gespräche auf dem Programm. Oft geht es früh los und endet spät am Abend. In diesen Wochen werden Gesetze beraten und beschlossen. Dabei wird auch deutlich, wo unterschiedliche politische Positionen liegen.
Meine Ausschüsse im Bundestag

Gesundheitsausschuss
Gesundheit geht uns alle an. Im Gesundheitsausschuss geht es um die Frage, wie medizinische Versorgung funktioniert – und für wen: Arzttermine, Krankenhäuser, Pflege, Beiträge zur Krankenversicherung und Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich. Mir ist wichtig, dass am Ende die Menschen im Mittelpunkt stehen – Patientinnen und Patienten ebenso wie die Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Petitionsausschuss (stellvertretend)
Der Petitionsausschuss ist so etwas wie das direkte Ohr des Bundestages. Jede und jeder kann sich mit einem Anliegen an den Deutschen Bundestag wenden – und das passiert auch. Ich beschäftige mich mit diesen Anliegen, prüfe sie gemeinsam mit anderen Abgeordneten und versuche, Lösungen zu finden. Und ganz praktisch: Viele Menschen kommen auch direkt auf mich zu. Oft lässt sich schon im Gespräch etwas klären, ohne dass es den langen Weg über eine formale Petition braucht.

Verkehrsausschuss (stellvertretend)
Als stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss geht es für mich vor allem um Infrastruktur – also um das, was unsere Region verbindet. Gerade in Ostwestfalen-Lippe spielt das eine große Rolle: Straßen, Schiene und große Projekte wie die Bahntrasse zwischen Bielefeld und Hannover.

Meine Aufgabe als Patientenbeauftragter
Seit Mai 2025 bin ich erneut Patientenbeauftragter der Bundesregierung. Das bedeutet: Ich setze mich dafür ein, dass die Interessen von Patientinnen und Patienten in der Politik berücksichtigt werden. Ich schaue mir an, wo es Probleme im Gesundheitssystem gibt, und bringe diese Themen in die politische Diskussion ein.
Dabei geht es zum Beispiel um:
- Zugang zu medizinischer Versorgung
- Verständlichkeit von Leistungen
- Rechte von Patientinnen und Patienten
Das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten – kurz Patientenbeauftragter – wurde 2004 mit dem Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen. Seitdem wird die zu beauftragende Person vom Bundesgesundheitsminister vorgeschlagen und von der Bundesregierung berufen, und zwar jeweils für die Zeit, bis ein neuer Bundestag zusammentritt.
Vorweg bitte ich um Ihr Verständnis, dass ich als Patientenbeauftragter und meine Geschäftsstelle aus rechtsstaatlichen Gründen leider nicht die Möglichkeit haben, (Rechts-)Beratung in Einzelfällen durchzuführen und Behörden oder anderen Stellen Weisungen zu erteilen oder aufsichtsrechtliche Prüfungen durchzuführen. Vielmehr ist es Aufgabe des Patientenbeauftragten, in unabhängiger und beratender Funktion darauf hinzuwirken, dass die Belange der Patientinnen und Patienten in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen und in der Gesetzgebung beachtet werden. Dennoch bin ich dankbar für Hinweise auf Probleme in der gesundheitlichen Versorgung.
Trotzdem sollte Ihr Anliegen detailliert geprüft und beantwortet werden. Gerne möchte ich Sie deshalb auf das Angebot der Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland – UPD hinweisen. Die Stiftung UPD informiert und berät aufgrund ihres gesetzlichen Auftrages kostenfrei und qualitätsgesichert umfassend über gesundheitliche und gesundheitsrechtliche Fragen. Ziel der UPD ist es, allen Menschen in Deutschland zu helfen, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden und eigenverantwortliche Entscheidungen zu ihrer Gesundheit treffen zu können.
Weitere Informationen:
https://www.patientenbeauftragter.de/